Ausflugsziel Kaiserpfalz Goslar im Harz: Position auf der Karte

Kaiserpfalz Goslar

Preise

Erwachsene €7.50
Jugendliche €4.50
Kinder €4.50
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Öffnungszeiten

Mo - So
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-
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aktualisiert am 12 Sep 2016
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Wissenswertes

Beschreibung

Zeugnis mittelalterlicher Pracht 

Mit einer Länge von 54 Metern und einem zweigeschossigen Saalbau mit einem Arkadengang im Obergeschoss gilt das Kaiserhaus als größter erhaltener Profanbau des Mittelalters. Von dem einstigen „Goslarer Dom“ ist nach seinem Abriss 1819 noch die Vorhalle erhalten geblieben, die mit ihrem Skulpturenschmuck vom ehemaligen Wert der Anlage zeugt. Die einstige Pracht lässt sich auch an den monumentalen Wandgemälden im Saal des Kaiserhauses erahnen, die Szenen aus der deutschen Geschichte, Märchen und Sagen zeigen oder auch an dem kunstvoll verzierten Thronsessel der ersten deutschen Kaiser mit seinen bronzenen Lehnen aus dem 11. Jahrhundert. Der berühmte Kaiserstuhl hat heute wieder seinen Platz gefunden in der Domvorhalle der Kaiserpfalz, nachdem er im 19. Jahrhundert verkauft worden war und bei der Eröffnung des ersten Reichstag des neuen Deutschen Reiches Kaiser Wilhelm I. als Thron gedient hatte.

An das Kaiserhaus schließt sich südlich die Pfalzkapelle St. Ulrich an, in der, auf Wunsch Heinrich III., unter einer Grabplatte in einer vergoldeten Metallkapsel das Herz dieses 1056 verstorbenen Kaisers ruht. 

 

Unesco-Welterbe seit 1992

Die Kaiserpfalz gehört seit 1992 zusammen mit der Altstadt von Goslar sowie dem Bergwerk Rammelsberg zum UNESCO-Welterbe.

Entstehung und Geschichte

Historische Bedeutung der Kaiserpfalz

In der Kaiserpfalz in Goslar wurde schon früh deutsche Geschichte geschrieben, von hier aus bestimmten einst die Großen und Mächtigen die Weltpolitik im 11. Jahrhundert. Es ist der Geburtsort von dreizehn Königen und Kaisern, darunter auch der später exkommunizierte Kaiser Heinrich IV.

Die Kaiserpfalz bildete damals mit dem Kaiserhaus, dem ihm vorgelagerten Dom sowie zwei Kapellen ein eindrucksvolles Bauensemble.

 

Entstehung des kaiserlichen Prachtbaus

Die Stadt Goslar war durch die Silbervorkommen der nahe gelegenen Miene im Rammeslberg reich geworden und hielt damit eine bedeutende Stellung im Deutschen Reich inne. Dies führte dazu, dass sich Kaiser Heinrich II. im Jahr 1000 dazu entschloss, an diesem Ort eine Kaiserpfalz zu errichten. Die Anlage wurde später von seinem Nachfolger, Heinrich III ausgebaut und 1050 galt das Kaiserhaus als das längste weltliche Gebäude seiner Zeit. Im 11. und 12. Jahrhundert entstand der zweigeschossige Saalbau mit den Arkaden im Obergeschoss. Dort befand sich der Thronsaal, der allerdings nur dem Kaiser und seinem Gefolge vorbehalten war, wohingegen der untere Saal für die Hofleute niederen Ranges bestimmt war. Insgesamt wurden hier 23 Reichstage abgehalten, der letzte im Jahre 1219. Nach 1253, als zum letzten Mal ein Kaiser in der Kaiserpfalz Goslar anwesend war, begann die Anlage langsam zu verfallen.

 

Zunehmender Verfall

Die Kaiserpfalz verlor im 13. Jahrhundert immer mehr an politischer Bedeutung, zudem wurden 1289 durch einen Brand viele Gebäude zerstört. In den darauffolgenden Jahren wurde die Anlage zweckentfremdet. Die Kapelle diente als Gefängnis und die weiteren Gebäude als Lagerhaus. Schließlich wurde im Jahr 1819 der bis dahin baufällige Dom abgerissen, wobei nur noch eine Vorhalle stehen blieb. Seine einstigen Ausmaße können Besucher jedoch heute noch erahnen, denn der Grundriss des Doms ist in das Pflaster des Parkplatzes eingelassen. 

 

Restaurierung im späten 19. Jahrhundert

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die verfallene Kaiserpfalz durch die Stadt umfassend restauriert und der Kaisersaal wurde vom Historienmaler H. Wislicenus wandfüllend bemalt. Seine Gemälde sollten symbolisch eine Verbindung schaffen zwischen dem neuen deutschen Kaiserreich und dem mittelalterlichen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Im Zuge dieses Wiederaufbaus entstanden auch die Nachbildung des Braunschweiger Löwen, einem Herrschaftssymbol und die beiden Reiterstatuen vor dem Kaiserhaus, die Friedrich I. (Barbarossa) und Wilhelm I. darstellen.

Anfahrt

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Bahnhof Goslar liegt am Rande der historischen Altstadt. Von dort bringt dich die Linie 804 des Stadtbus Goslar in ca. 10 min zur Kaiserpfalz. Vom Bahnhof Oker fährt dich die Linie 802 in einer halben Stunde zur Kaiserpfalz in Goslar. Dort wartet allerdings noch ein kleiner Fußweg auf Dich, der hinauf zur Kaiserpfalz führt.

 

Mit dem Auto

von Norden/Westen:

Wenn Du aus Hannover über die A7 in Richtung Kassel kommst, verlässt Du diese in Derneburg und folgst der B6 über Salzgitter bis nach Goslar. Eine andere Möglichkeit ist, die A7 etwas später an der Ausfahrt Rhüden (Harz) zu verlassen und über die B82 nach Goslar zu fahren.

 

von Süden:

Wenn Du über die A7 in Richtung Hannover kommst, verlässt Du diese an der Ausfahrt Seesen und gelangst so über die B248 und B82 nach Goslar. Es gibt auch hier die Möglichkeit, die A7 etwas später an der Ausfahrt Rhüden (Harz) zu verlassen und über die B82 nach Goslar zu fahren. 

 

von Osten:

Wenn Du über die A2 in Richtung Hannover kommst, wechselst du am AK Wolfsburg/Königslutter auf die A39 nach Braunschweig und verlässt diese am AK Braunschweig-Süd. Nun wechselst du auf die A395 in Richtung Bad Harzburg, die du an der Ausfahrt Goslar verlässt und der B6 nach Goslar folgst. 

 

Parken

An der Kaiserpfalz gibt es zwei ausgeschilderte Parkplätze: „Kaiserpfalz Nord“ und „Kaiserpfalz Süd 1“.

Kontakt

Kaiserpfalz
Kaiserbleek 6
38640
Goslar
Tel.:+49 5321 31196 93(Kasse) – 94(Shop)
Fax:+49 5321 3119699
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