Wanderung Fernwanderweg E5: Martin-Busch-Hütte - Similaunhütte - Vernagt - Meran im Tiroler Oberland: Position auf der Karte

Wanderung Fernwanderweg E5: Martin-Busch-Hütte - Similaunhütte - Vernagt - Meran

Similaun, Vernagt, Meran

Höhenprofil

Min: 1,841 m
Max: 3,197 m
Aufstieg: 870 m
Abstieg: 1,534 m
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Über den Autor
aktualisiert am 9 Jun 2017
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Angebote & Tipps
Allgemeines
Schwierigkeit
Mittel
Strecke: 12.31 km
Gehzeit:5 Std
StartMartin-Busch-Hütte
ZielStausee in Vernagt/ Meran
Min: 1,841 m
Max: 3,197 m
Aufstieg: 870 m
Abstieg: 1,534 m

Beste Jahreszeit

Wegbeschaffenheit

Feldweg
Waldweg
Wanderpfad
Ausgesetzte Stellen

Wissenswertes

  • Mit einer Seehöhe zwischen 1,841 m und 3,197 m gehört die Wanderung zu den 5 höchstgelegenen in Österreich. Auf der Wanderung überwindest du 870 steigende Höhenmeter.
  • Auf dieser mittelschweren Wanderung legst du über 12 km zurück. Die durchschnittliche Länge der Wanderungen in Tirol liegt bei etwa 14 km.
  • Festes Schuhwerk sollte auf dieser Wanderung unbedingt angelegt werden. Eine Einkehrmöglichkeit ist entlang der Wanderung vorhanden.

Routenbeschreibung

Nur von der Ötzifundstelle aus kann man den Blick über die Ötztaler Alpen so genießen
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Nur von der Ötzifundstelle aus kann man den Blick über die Ötztaler Alpen so genießen

Die letzte Etappe des E5-Fernwanderweg Klassikers von Oberstdorf nach Meran führt uns heute von der Martin-Busch-Hütte der DAV-Sektion Berlin über die Ötzifundstelle und der Similaunhütte zum Stausee in Vernagt, wo ein Bus in Richtung Meran genommen wird. Nach der anstrengenden Wanderung vom Vortag von der Braunschweiger Hütte über Vent zur Martin-Busch-Hütte erwartet den Wanderer heute nochmal ein Augenschmaus und eine etwas leichtere Etappe zum Abschluss.

Wie schon im vorigen Eintrag hoch gelobt, sollte der Start in den Tag bei Sonnenschein auf der tollen Terrasse der Martin-Busch-Hütte begonnen werden. Da die heutige Wanderung auch nur an die fünf Stunden dauert, kann man sich getrost Zeit lassen. Wir persönlich sind am Morgen in Vent zur Martin-Busch-Hütte aufgebrochen und haben dort um 11 Uhr vormittags gefrühstückt, bevor die letzte Etappe angegangen wurde.

Der Aufstieg zur Ötzifundstelle

Auf jeden Fall sollte der Aufstieg und der leichte Umweg über die Ötzifundstelle in dieser Etappe mit eingeplant werden. Nicht nur der historische Hintergrund, sondern auch die Aussicht von der Ötzi-Fundstelle aus, sind jeden zusätzlichen Meter wert. Unten in den Highlights finden sich Fakten und Wissenswertes über Südtirols bekannteste Leiche, die im Archäologiemuseum in Bozen ausgestellt ist.

Der Aufstieg beginnt ab der Martin-Busch-Hütte eher beschaulich durch das schöne Ötztal. Nach einiger Zeit erreicht man eine beschilderte Gabelung, der man rechts Richtung Ötzifundstelle folgen sollte. Sollte das Wetter oder die Kondition es nicht zulassen, kann auch der Weg weiter direkt zur Similaunhütte geradeaus gefolgt werden. 

Über einen steinigen Anstieg geht es die insgesamt 700 Höhenmeter bis knapp 3200 Meter ü. NN., dem höchsten Punkt der Alpenüberquerung auf dem E5. Hier findest du die unübersehbare, vier Meter hohe Steinpyramide, in dessen angebrachten Kästchens sich ein Stempel für alle "Beweiser" findet. Alle anderen genießen besser den atemberaubenden Blick auf den Similaun (3606 Meter), das Ötztal und die Rundumsicht auf die gesamten Ötztaler Alpen. Die Hochebene lädt außerdem zu einer Pause ein, auf der ruhig eine halbe Stunde verbracht werden kann. Sollte sich der Glücksfall von Sonnenschein ergeben, solltest du bei dieser Höhenlage besser auf die Sonnencreme nicht verzichten. 

Der Übergang zur Similaunhütte

Hast du dich am Panorama der Fundstelle satt gesehen, geht es ab jetzt bis zum Stausee nur noch bergab. Der Weg von der Fundstelle zur Similaunhütte ist nicht ohne Tücken und meiner Meinung nach nicht sehr gut ausgeschildert bzw. ausgewiesen. Am Besten orientierst du dich hi und da an den Schneespuren der vorgegangenen Wanderer. Über einige schmale Grate wird die Similaunhütte nach etwa 30-45 Minuten erreicht und sollte auch für ein kühles oder warmes Getränk je nach Witterung aufgesucht werden. 

Der Abstieg zum Stausee in Vernagt

Nach einer ausgiebigen Rast auf der Similaunhütte kann nun der letzte Abschnitte des Tages in Angriff genommen werden. Der Abstieg um ca.1300 Höhenmeter von 3019 Meter auf 1711 Meter. Jeder wird nach den vorherigen Etappen seine Wanderstöcke lieben, die einem den Abstieg um soviele Mühen erleichtern und die Gelenkschmerzen auf ein weniges reduzieren. In ewigen Serpentinen geht es langsam Richtung Baumgrenze und man freut sich über satte Wiesen, die nach und nach die steinige Umgebung verdrängen. 

Von weiter Ferne kann bereits der Stausse bestaunt werden, der sich wunderbar für Panoramafotos oder einfach nur unvergessliche Eindrücke eignet. Der Abstieg kann bei gutem Tempo in etwa zweieinhalb Stunden gemeistert werden und sollte auf einer der Hütten oberhalb des Sees begossen werden. An diesem Punkt ist der Fernwanderweg E5 Klassiker von Oberstdorf nach Meran soweit beendet.

Die übriggebliebene Kraft muss nur noch dazu aufgewendet werden, auf der Teerstraße nach unten zur Bushaltestelle zu gehen (ca. 15 Minuten) und in einen der Busse nach Meran einzusteigen. Die Wirte auf den Hütten geben gerne Auskunft wann und wo genau die Busse abfahren.

Für alle bei denen die Reise in Meran endet und dort noch einen zusätzlichen Tag geplant haben, empfehle ich einen Besuch in der Meraner Therme, die sich mitten in der Stadt am Fluß befindet. Ein Tag Wellness, Whirlpool, Sauna und Solebecken sind eine willkommene Abwechslung nach Tagen der körperlichen Anstrengung. Es befindet sich auch direkt ein schönes Hotel, das Hotel Therme Meran im Stadtzentrum.

Festes Schuhwerk notwendig
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Einkehr vorhanden

Einkehr

Etwas oberhalb des Stausees in Vernagt erwarten einige Hütten den erschöpften Wanderer mit offenen Armen und diesem Ausblick
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Etwas oberhalb des Stausees in Vernagt erwarten einige Hütten den erschöpften Wanderer mit offenen Armen und diesem Ausblick

Diese Route beginnt bei der Martin-Busch-Hütte auf der gut gefrühstückt werden kann und deren Sonnenterasse nicht von schlechten Eltern ist. 

Die Similaunhütte auf über 3000 Meter bietet einige gute Köstlichkeiten und die Möglichkeit dort auch zu übernachten, wenn du dich am Blick von der tollen Terrasse nicht satt sehen kannst.

Kurz vorm Vernagter Stausee kommen einige, weitere Hütten, die auf die Ankunft von durstigen und erschöpften Fernwanderweg E5-Wanderern bestens vorbereitet sind.

Video

Alpenüberquerung Tag 6 - OASE... | 09:56

Highlights der Tour

Etwa 4m hoch ist die Steinpyramide an der Ötzi-Fundstelle auf 3200m
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Etwa 4m hoch ist die Steinpyramide an der Ötzi-Fundstelle auf 3200m

Die Ötzifundstelle

Die 3000 Jahre alte, bekannteste Leiche Südtirols wurde am 19. September 1991 in einer Gletscher-Querrinne entdeckt, die sich nahedem Tisenjoch (auch Hauslabjoch genannt) befand. Anscheinend war der "Eismann" schon vor 5300 Jahren auf dem Weg über die Alpen durch dieses Joch.

Die beiden Nürnberger Entdecker, Erika und Helmut Simon, wurden erst 12 Jahre später vom Bozener Landgericht als rechtmäßige Entdecker anerkannt. Die beiden Bergwanderer forderten für ihre Fund 150.000 Euro Finderlohn, was einen langen Rechtsstreit nach sich zog.

So auch der Rechtsstreit um das Eigentum des Korpus, der letztendlich Italien zugesprochen wurde. Seitdem ist er im Archäologiemuseum in Bozen ausgestellt, wo er in einem Glassarg bei -6° C und 98 % Luftfeuchtigkeit beste Bedingungen zur Erhaltung vorfindet. 

Weiterhin im Dunklen liegt die genaue Todesursache des damals 47-jährigen Gletschermannes "Ötzi", um den sich nach wie vor die Wissenschaftler streiten. Zwei der möglichen Todesursachen deuten entweder auf ein inneres Verbluten durch eine Pfeilschussverletzung in der rechten Schulter oder einen Schlag auf den Kopf hin. Auch ein Kampf mit anderen Menschen wird vermutet, da das Blut vier weiterer Menschen am Ötzi festgestellt werden konnten. 

Wer sich den Ötzi live ansehen will, findet ihn wie gesagt im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen.

Varianten

Die Ötzifundstelle sollte unbedingt mitgenommen werden
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Die Ötzifundstelle sollte unbedingt mitgenommen werden

Die Route kann abgekürzt werden, indem die Ötzifundstelle ausgelassen und direkt zur Similaunhütte aufgestiegen wird. 

Weiterhin kann auch von der Similaunhütte zur Ötzifundstelle gewandert werden. Der Rückweg ist hier derselbe, da es nach der Ötzifundstelle nur wieder zurück oder runter Richtung Martin-Busch-Hütte geht.

Im Voraus kann auch eine geführte Besteigung des Similaun durchgeführt werden. Dazu ist allerdings weitere Ausrüstung obligatorisch und eine Übernachtung in der Similaunhütte sollte hier durchaus auch eingeplant werden. Der Aufstieg auf den schneebedeckten Gipfel dauert nach Erzählungen ca. 2-3 Stunden und sollte nicht auf eigene Faust gemacht werden. Infos erhält jeder Interessierte bei der Similaunhütte.

Benötigte Ausrüstung

Wanderstöcke und festes Schuhwerk sind auf dieser Etappe das A und O
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Wanderstöcke und festes Schuhwerk sind auf dieser Etappe das A und O

Für den ewig langen Abstieg von 1300 Höhenmetern von der Similaunhütte zum Vernagter Stausee sind Stöcke unerlässlich. Festes Schuhwerk sollte bei der Gratwanderung zwischen der Ötzi-Fundstelle und der Similaunhütte auf jeden Fall getragen werden.

Kontakt

Martin Busch Hütte - Hüttenwirt Johann und Michael Scheiber
Haus Nr. 34
A – 6458
Vent
Anfrage senden
%69%6e%66%6f%40%68%6f%74%65%6c%2d%76%65%6e%74%2e%61%74
Tel.:00 43/52 54/81 30
Fax:00 43/52 54/81 30 50
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