Ausflugsziel Wiener Zentralfriedhof in Wien: Position auf der Karte

Wiener Zentralfriedhof

Vienna, Simmering

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aktualisiert am 25 Oct 2017
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Beschreibung

Blick auf die Kirche zum Hl. Karl Borromäus im Wiener Zentralfriedhof.
© Bestattung Wien Blick auf die Kirche zum Hl. Karl Borromäus im Wiener Zentralfriedhof.

Im Jahr 1874 eröffnet, ist der Wiener Zentralfriedhof nach dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg die zweitgrößte Friedhofsanlage Europas, der außerdem eine letzte Ruhestätte für Menschen aller Konfessionen darstellt.

Etwa 330.000 Grabstellen, darunter 1.000 Ehrengräber, auf einer Fläche von knapp 2,5 km² mit rund drei Millionen Verstorbenen machen den Zentralfriedhof zum bedeutendsten Friedhof Wiens und zur meistbesuchten Sehenswürdigkeit der Stadt. Abseits seines Daseins als Stätte der Totenruhe, stellt die Parklandschaft mit ihrer umwerfenden Flora und Fauna auch einen Ort der Ruhe und Erholung dar. Rund 17.000 Bäume und Hecken mit einer Länge von insgesamt 40 km wurden auf dem Friedhofsgelände gepflanzt.

Die Friedhofskirche – ein Jugendstiljuwel

Die Friedhofskirche ist neben der Kirche am Steinhof der bedeutendste Kirchenbau des Jugendstils. Nach rund 3-jähriger Bauzeit wurde die Kirche im Jahr 1911 eingeweiht. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und aufgrund von Absenkungen durch statische Mängel wurde sie von 1995 bis 2000 komplett saniert und wiedereröffnet.

Nicht nur der 58,5 Meter hohe Zentralkuppelbau, die drei mächtigen Säulenportale mit ihren 22-stufigen Freitreppen und der zentrale Kuppelraum mit einer Höhe von 39 m und 22,7m Durchmesser sind mehr als beeindruckend, sondern auch die Gruftkapellen mit ihren 38 Grüften, die eindrucksvollen, farbintensiven Fenster und die Hochaltarkunstwerke aus Marmor.

Friedhofsführungen

Wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen und den Friedhof erkunden möchte, kann dies mithilfe der App ARTOUR oder eines Audioguides tun. Drei Routen stehen hierbei zur Verfügung, die von zwei über drei bis hin zu vier Stunden reichen. Gegen Vorlage eines Lichtbildausweises und einer geringen Leihgebühr können Besucher den Audioguide an Tor 2 ausleihen. Natürlich werden auch echte Führungen mit Guide angeboten, welche in den Monaten April bis Juni sowie September und Oktober besucht werden können und zwei Stunden dauern.

Entstehung und Geschichte

Der Waldfriedhof in einem ruhigen Teil des Wiener Zentralfriedhofs ermöglicht naturnahe Bestattungen.
© Friedhöfe Wien Der Waldfriedhof in einem ruhigen Teil des Wiener Zentralfriedhofs ermöglicht naturnahe Bestattungen.

Geplant von zwei Gartenarchitekten und erbaut wurde der Friedhof ab 1870. Dienend als Begräbnisstätte für Verstorbene aller Religionen löste die Einweihung damals politische Diskussionen aus und wurde letztendlich ohne Publikum nach römisch-katholischem Zeremoniell im Oktober 1874 vorgenommen. Am 1. November des gleichen Jahres wurde der Friedhof eröffnet. Bis 1921 wurde der Friedhof sieben Mal erweitert, bevor er im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mehr als 12.000 Gräber und Grüfte wurden aufgrund schwerer Bombenschäden vollständig zerstört. Auch die Kuppel der Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus wurde damals vernichtet.

Anfahrt

Der Wiener Zentralfriedhof zu Allerheiligen.
© Bestattung Wien Der Wiener Zentralfriedhof zu Allerheiligen.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, kann von den Straßenbahnlinien 71, 6 und der Schnellbahn S7 Gebrauch machen. Die Straßenbahnen fahren von der U3-Endstation Simmering die Haupttore des Zentralfriedhofs an. Bei einer Anfahrt mit dem privaten PKW stehen Parkplätze an den Toren 1 bis 5 sowie 9 und 11 zur Verfügung. Bei Tor 2 handelt es sich um eine streng kontrollierte Kurzparkzone. 

Wer nicht gut zu Fuß ist, hat auf dem Friedhofsgelände die Möglichkeit, von einer Buslinie Gebrauch zu machen, die im 30-Minuten-Takt verkehrt und rund 20 Stationen anfährt. Die Fahrzeit des Rundkurses beträgt eine halbe Stunde. 

Videos

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Kontakt

Wiener Zentralfriedhof
Simmeringer Hauptstraße 234
1110
Wien
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